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Konzerte des

Musikverein Stettfeld e.V.


Jahreskonzert

Tatort Stettfeld
-
Mord, Musik und Mafia



am Sonntag, den 10. Januar 2016
in der Mehrzweckhalle Stettfeld
Konzertbeginn: 18.00 Uhr
Einlass: 17.00 Uhr
Musikalische Leitung: Bernhard Zimmermann


Die Fotos finden Sie hier . . .
 

1. Teil:

Mountain King Rock
Edward Grieg (arr.: Ray Woodfield)
Der erste deutsche Krimi mit Ton


Der Pate
Nino Rota / Carmen Coppola (arr.: Marcel Peeters)
Die Mafia in Stettfeld?


Carmen
Georges Bizet (arr.: Siem Noom)
Ein Mord vor der Stierkampfarena - mit Opernmusik in den Tod


Crime Time
Klaus Doldinger / Les Humphries (arr.: Stefan Schwalgin)
Auf musikalischen Spuren deutscher Krimiserien:
Tatort
Derrick
Ein Fall für zwei
 

Moment for Morricone
Ennio Morricone (arr.: Johan de Meij)
Wilder Westen in Stettfeld - wer zieht am schnellsten?
 




2. Teil:

Peter Gunn
Henry Mancini (arr.: Phil Faini)
Krimiszene für großes Percussion-Ensemble und E-Bass


Spiel mir das Lied vom Tod
Ennio Morricone (arr.: John Glenesk Mortimer)
Die berühmteste Westernmusik aller Zeiten


Der dritte Mann
Anton Karas (arr.: Mike Sutherland / Harald Kolasch)
Harry Lime in der Wiener Kanalisation


Skyfall
Adele Adkins / Paul Epworth (arr.: Jay Bocook)
Titelsong aus dem gleichnamigen James Bond Film
 

James Bond 007
John Barry (arr.: Johan de Meij)
James Bond und der Musikverein mit der Lizenz zum Musizieren
 




3. Teil Zugaben:

Grand Filou
(arr.: Xaver Lecheler)


Babushka's Christmas Tree
Suzanne Welters

 
 


 

Konzertbericht

 

Von Derrick bis James Bond
Jahreskonzert des Musikvereins Stettfeld führt durch die Krimigeschichte


Was war das? Im Eingangsbereich der Mehrzweckhalle ein mit rot-weißem Polizeiband abgesperrter Bereich. War das Blut? Und die roten Fußspuren? Führten in Richtung Halle zum – Jahreskonzert des Musikvereins Stettfeld. Dessen musikalischer Leiter Bernhard Zimmermann hatte sich wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen und das traditionell zum Jahresbeginn stattfindende Highlight mit „Tatort Stettfeld – Mord, Musik und Mafia“ überschrieben. Die Musikerinnen und Musiker ganz in Schwarz hatten ihre Notenblätter auf blutroten Unterlagen deponiert. Das Bühnenbild, wie gewohnt professionell gemalt von Thomas Deutsch, zeigte Szenen, die das Blasorchester musikalisch erzählte. Zimmermann selbst navigierte Orchester und Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Halle durch das „erste große Krimikonzert in Stettfeld“. Variationen von Edward Griegs „Mountain King Rock“ erinnerte an den ersten vertonten deutschen Krimi „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahr 1931, in dem die gepfiffene Melodie einzige Filmmusik darstellte. Es folgten die friedlichen sizilianischen Klänge von Nino Rota, die den Mafia-Film „Der Pate“ noch spannender machte, bevor das Orchester mit einem Paukenschlag „Carmen“ aus der gleichnamigen Oper vor der Stierkampfarena sterben ließ. Als Hommage an die deutsche Krimiserienlandschaft reihte das Orchester „Tatort“, „Derrick“ und „Ein Fall für zwei“ nahtlos aneinander und zeigte, dass in den Titelmelodien „alles drin ist, was man für spannungsgeladene Unterhaltung braucht.“, so Zimmermann. Mit einem gewaltigen Sprung ging es von den deutschen Ermittlern ins Genre der Italo-Western, wo der wohl bekannteste Komponist eingängiger Filmmusiken, Ennio Morricone, vor allem mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ gewürdigt wurde. Das Englisch-Horn, das Westernbanjo und eine wiehernde Pferdetrompete machten den Sound authentisch und perfekt. Mit einem 12-köpfigen Percussion-Ensemble mit E-Bass-Unterstützung ließ Zimmermann den legendären, amerikanischen Privatdetektiven „Peter Gunn“ lebendig werden und ein Gitarren-Trio führte mit „Zither“-Klängen auf den Spuren von Harry Lime“ aus „Der dritte Mann“ in die Wiener Kanalisation. Ein fulminantes Zusammenspiel berühmter 007-Titelmelodien, darunter „Skyfall“ gesungen, von der Adele des Musikvereins – Nicole Gegenheimer – holte die Zuschauer zum stürmischen Schlussapplaus von den Stühlen. Als Sahnehäubchen versuchte das Orchester, inzwischen traditionell, Zimmermann mit besonderen Einlagen aus dem Konzept zu bringen, was dank der schauspielerischen Talente von Musikerinnen und Musikern sowie des Dirigenten zu einem amüsanten Konzertabschluss führte.
(BNN/PSP)