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Konzerte des

Musikverein Stettfeld e.V.


Jahreskonzert 2008

Olympia 2008
-
mit Musik ins Reich der Mitte



am Sonntag, den 11. Januar 2009
in der Mehrzweckhalle Stettfeld
Konzertbeginn: 18.00 Uhr
Einlass: 17.00 Uhr
Musikalische Leitung: Bernhard Zimmermann


Die Fotos vom Konzert finden Sie hier !


1. Teil:

Das Land des Lächelns
Franz Lehar (arr.: Alfred Hofbauer)
Mit Lehars Erfolgsoperette ins Reich der Mitte


In einem chinesischen Tempelgarten
Albert W. Ketelbey (arr.: L. Weninger)
- Einleitung - Gesang der Mönche - Weihrauchduft - Melodie der Liebenden
- Hochzeitsgesellschaft - Basar - Tempel - Finale -


Olympic Fanfare and Theme
John Williams (arr.: James Curnow)
Musikalische Eröffnung der olympischen Sommerspiele


Euradetzky
Johann Strauß (arr.: Roland Kreid)
Einzug der Sportler - 
Der Radetzky-Marsch in verschiedenen nationalen Klangfarben
 

Romantic charm of Pentatonism
Wang Hesheng
Empfang der Sportler mit chinesischer Folklore
 

The olympic Spirit
John Williams (arr.: James Curnow)
Der olympische Geist - Dabei sein ist alles!



2. Teil:
Die siegreichen Nationen präsentieren sich musikalisch:

Deutschland:
Der Lindenbaum

Franz Schubert (arr.: Roland Kreid)
"Deutsche" Variationen über das Volkslied
"Am Brunnen vor dem Tore"


China:
Good News from Beijing

Lu Zheng
Geschäftiges Treiben in Pekings Gassen - 
originale Musik aus dem Reich der Mitte


Murmelndes Gedicht eines Baches
Traditionell (arr.: B. Zimmermann)
Musikalische Wasserspiele im Yu Yan Garten -
dargeboten von einem "chinesischem" Percussion-Ensemble


Russland:
Säbeltanz

Aram Katschaturian (arr.: F. Jakma)
Russlands Wehmut und wilde Leidenschaft


USA:
In the Mood

Glenn Miller (arr.: Randy Beck)
Der Swing-Klassiker aus Amerika


Der olympische Abschluss:
Friends for Life

Andrew Lloyd Webber (arr.: Chris Opsteyn)
Alle Völker vereint im olympischen Frieden




3. Teil:  Zugaben

Vous avez du feu?
Emmanuel Sejourne
Percussion-Zugabe mit Feuerzeuge
 
 
Türkischer Armeemarsch
Hannes Apfolterer
 
 
Beautiful Evening of Prairie
Wang Hesheng


 

Konzertbericht

Gewagt, aber grandios

Jahreskonzert des Musikvereins Stettfeld vereint westliche und fernöstliche Musik

Was Timo Mengesdorf, Schlagzeuger beim Musikverein Stettfeld im Saal „gesunde Anspannung“ nannte, Dirigent Bernhard Zimmermann mit einem „leichten Beben“ beschrieb, verwandelte sich kurz vor 18 Uhr am Sonntag in die geballte Spannung von mehr als 70 Musikerinnen und Musiker, die die Luft auf der Bühne regelrecht vibrieren ließ. Vor ihnen lag der „Höhepunkt des Vereinsjahrs“, so Musikvereinsvorsitzender Karl-Heinz Gegenheimer, das Jahreskonzert. Vor ihnen lag vor allem aber ein Klangexperiment der besonderen Art, denn sie wollten die Konzertbesucher auf eine musikalische Reise ins „Reich der Mitte“ nach China mitnehmen. Schon die ersten Takte ließen keine Zweifel aufkommen, auf was sich die Besucher in der vollbesetzten Mehrzweckhalle vorzubereiten hatten.

Zum „vorsichtigen Herantasten an das Exotische“ hatte Zimmermann als Auftakt „Das Land des Lächelns“ ausgewählt, bei dem sich die monumentale Ouvertüre in leichte Operettenklänge auflöste. Schon beim nächsten Stück wähnte sich der Zuhörer mittendrin „In einem chinesischen Tempelgarten“, hörte den Gesang der Mönche und „sah“ die Geschäftigkeit einer fernöstlichen Metropole. Wahrlich olympisch ging es weiter, denn die Sommerspiele 2008 in Peking leiteten thematisch durch den weiteren Abend. Natürlich fehlten weder die olympische Fanfare (Olympic Fanfare and Theme) noch der Einzug der Nationen, für den der Radetzky-Marsch (Euradetzky) in länderspezifischen Klangfarben intoniert wurde, und das so typisch, dass man sich beim schottischen Teil suchend nach dem Dudelsack umsah.

Auf Folkloristisches des Gastgeberlandes China (Romantic Charm of Pentatonism) folgte „The Olympic Spirit“ und überzeugte mit machtvollen und zauberhaften Klängen. Gerade hier bewiesen die Orchestermitglieder wie hervorragend sie den fernöstlichen Geist nachempfinden und in Klangbilder umsetzen konnten – hochkonzentriert und erfüllt von der Musik, vom wippenden Fuß bis zu den Fingerspitzen, die das Instrument bedienen. Wie breit gefächert das Repertoire des Stettfelder Musikvereins sich darstellt, zeigte er bei den deutschen Variationen von „Am Brunnen vor dem Tore“ (Der Lindenbaum), das mal traditionell mit dem Waldhornquartett, mal in Big Band Manier, mal swingend, mal im Blaskappellensound und gar als Spike Jones-Geräusch-Version daherkam. Ganz der chinesischen Spielweise verpflichtet präsentierte sich dagegen das 13-köpfige „Chinesische Percussion-Ensemble“, das fernöstliche, meditative Klänge inklusive Vogelzwitschern und Windspiele darbot und damit einen Blick in den Yu Yuan Garten ermöglichte. Weiter wurden die erfolgreichen Nationen bei den Spielen musikalisch vorgestellt. Nach „Good News from Beijing“ (China) und dem „Säbeltanz“ (Russland) folgte der Swing-Klassiker „In the Mood“ (USA). Zum olympischen und offiziellen konzertanten Abschluss erklang die Hymne „Friends for Life / Amigos para Siempre“, hervorragend gesungen von den Orchestermitgliedern Nicole Gegenheimer und Roman Bergsch.

Das gewagte Experiment – die Kombination von fernöstlicher Musik und Blasorchester – entpuppte sich als grandioses Konzert und die anfängliche Anspannung der Beteiligten wurde am Ende durch anhaltenden Applaus eines begeisterten Publikums belohnt. Zum Abschluss erklang ein Marsch und das wunderbare „Beautiful Evening of Prairie“ aus China als Zugaben.
(PSP / BNN)



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