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Konzerte des

Musikverein Stettfeld e.V.


Jahreskonzert 2006

Folklore heiß und feurig
-
Ein musikalischer Trip durch
menschliche Leidenschaften !



am Sonntag, den 14. Januar 2007
in der Mehrzweckhalle Stettfeld
Konzertbeginn: 18.00 Uhr
Einlass: 17.00 Uhr
Musikalische Leitung: Bernhard Zimmermann


Die Fotos finden Sie hier !


1. Teil:  Nationalstolz und südländischer Pathos

Russian Gipsy Song
Traditionell (arr.: Scott Richards)
Russischer Zigeunertanz - Leidenschaft und Wehmut des Ostens


Shirim
Piet Swerts
Mit mitreißender Klezmerfolklore durch Israel


Funiculi - Funicula
Luigi Danzi (arr.: Yo Goto)
Italienische Folklore in sinfonischem Gewande


Czardas
Vittorio Monti (arr.: Willy Hautvast)
Ungarisches Feuer für Solostabspiele und Orchester
 

Innuendo
Mercury, May, Taylor, Deacon (arr.: Marco Somadossi)
Spanische Folklore - Musik als nationale Leidenschaft




2. Teil:  Folklore - traditionell, originell und up to date

Subsaharan Rhythm
David R. Gillingham
Rhythmische Folklore aus dem dunklen Kontinent


Eine kleine Lachmusik
Wolfgang Schröder (arr.: B. Zimmermann)
Eine folkloristische Annäherung an die kleine Nachtmusik


Caffee Variations
Kees Vlak
Ein folkloristischer Kaffee in verschiedenen Variationen:
- Einleitung mit Kaffee
- Irish Coffee
- Rüdesheimer Bohnenkaffee
- Cappuccino
- Cafe Pushkin
- Schweizer Alpenmokka
- Wiener Melange
- Cafe francais a la Offenbach


Music is a passion (La Tribu de Dana)

Lardric, Soubiron, Tricoche (arr.: Axl Wilson)
Folklore up to date für Rapper, Sängerin und Blasorchester


El Condor Pasa

Daniel A. Robles (arr.: B. Zimmermann)
Original Folklore aus den Anden - Solo für Mariachi Ensemble


Spanish Fever

Jay Chattaway
Spanische Leidenschaft - Flamenco und heiße Discorhythmen




3. Teil:  Zugaben

Scherzpolka
Thomas Doss


Infanteria Ligera
Francois Combelle





 

Konzertbericht

Musikexperiment mit hohem Gänsehautfaktor

Jahreskonzert des Musikvereins Stettfeld unter Leitung von Bernhard Zimmermann begeisterte 600 Zuhörer

Fulminant? Nein, das trifft es nicht. Es hat wohl eher etwas mit Magie zu tun, wenn der Musikvereins Stettfeld immer wieder aufs Neue atemlose Begeisterung hervorruft. So wie am Sonntag, dem 14. Januar beim traditionellen Jahreskonzert. Schon im Vorfeld waren die Erwartungen hoch, denn das Programm versprach „Folklore heiß und feurig – Ein musikalischer Trip durch menschliche Leidenschaften“. Und die mehr als 600 Gäste in der Stettfelder Mehrzweckhalle wurden nicht enttäuscht! Dirigent Bernhard Zimmermann zauberte nicht nur mit dem Dirigentenstab, sondern auch mit Worten, die mit Esprit und Erklärungen durch den Abend führten.
Schon der furiose Auftakt mit dem „Russian Gipsy Song“ ließ die Zuhörer die Leidenschaft und Wehmut des Ostens unter Ausnutzung des gesamten Klangspektrums eines großen Orchesters spüren. Saxophone und Schlagwerke trugen durch „Shirim“, die jüdische Klezmermusik, von der der Komponist Schostakowitsch sagt, sie sei ein „Lachen durch Tränen“. Italienische Lebensfreude wehte mit dem Klassiker „Funiculi - Funicula“ von der Bühne und beschwingte die Halle. Thorsten Gegenheimer am Marimbaphon und Patrick Zilz am Xylophon führten das Publikum mit ihrem Solo beim "Czardas" durch die ungarische Puszta und standen dem „Teufelsritt auf der Geige“, die der Original-Czardas von Vittorio Monti darstellt, in nichts nach. „Innuendo“ – ursprünglich bekannt geworden durch die Rockband „Queen“ bildete den Abschluss des ersten Programmteils und forderte die Musikerinnen und Musiker und ihren Dirigenten in bisher ungekannter Weise. In diesem spanischen Folklorestück „voller Wucht und Kraft“, so Zimmermann, spielten die Trompeten und Schlagwerke die Hauptrolle; für das Waldhorn stellte es den höchsten Schwierigkeitsgrad dar. Und so konzentriert sich das Orchester der spanischen Herausforderung stellte, so lohnte es ihm das Publikum mit gespannter Stille, die sich in tosendem Applaus auflöste. 
Dass man tatsächlich mit den Ohren sehen kann, bewies der Musikverein Stettfeld direkt nach der Pause bei "Subsaharan Rhythm". Die Rhythmusinstrumente gaben den Ton an, untermalt durch typisches Klatschen und Gesänge und auch ein „Regenmacher“ kam zum Einsatz – Afrika mit seiner atemberaubenden Natur breitete sich auf der Bühne aus. Und da der zweite Konzertteil überschrieben war mit „Folklore traditionell, originell und up to date“ wunderte sich das Publikum nur ein ganz klein wenig über die Darbietung von „Eine kleine Lachmusik“ in der Zimmermannschen Bearbeitung für den Klarinettenchor und die „Caffee Variations“, in denen sich nationaltypische Klangfarben vom „Cancan“ über den Wiener Walzer bis hin zum deutschen Marsch wiederfanden. Ein weiterer Höhepunkt des Jahreskonzertes bildete sicherlich "La Tribu de Dana" ein modernes Folklorestück, das von Bernhard Zimmermann als „interessantes Musikexperiment“ beschrieben wurde: Rap und Begleitgesang gemeinsam mit einem konzertanten Blasorchester. Was sich im ersten Moment anhört wie „Cheeseburger mit Kaviar und Weißbier“ entpuppte sich als Gesangsvortrag mit hohem Gänsehautfaktor. Roman Bergsch präsentierte als Rapper seinen eigenen Songtext und bildete mit Begleitsängerin Nicole Gegenheimer ein sich glänzend ergänzendes Duo, das vom Orchester perfekt unterstützt wurde. Das Publikum bestätigte dem Erfolg dieses Experimentes mit tosendem Beifall. Auch der offizielle Abschluss mit "El Condor Pasa" für ein Mariachi-Ensemble und "Spanish Fever" eine Kombination aus Flamenco und Disco belohnten die Zuhörer mit begeistertem Applaus. Stehende Ovationen aber erhielten die 66 Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis 66 Jahren für ihre gekonnt schiefen Töne und der Dirigent, der trotz seines unsicheren Standes den Taktstock bei der „Scherzpolka“ fest in der Hand hielt. Aber da das Publikum dem Orchester seinen Alkoholkonsum nicht wirklich abnahm, verabschiedete sich dieses traditionsgemäß mit einem Marsch, "Infanteria Ligera", der noch einmal verschiedene Folklorestile repräsentierte. (PSP/BNN)

 



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