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Konzerte des

Musikverein Stettfeld e.V.


Jahreskonzert 2005

Von Schiffen, Seefahrern und Piraten
-
Gefährliche Abenteuer auf hoher See



am Sonntag, den 08. Januar 2006
in der Mehrzweckhalle Stettfeld
Konzertbeginn: 18.00 Uhr
Einlass: 16.30 Uhr
Musikalische Leitung: Bernhard Zimmermann


Die Fotos vom Konzert finden Sie hier !


1. Teil:  Dramatische Ereignisse auf hoher See

Der fliegende Holländer
Richard Wagner (arr.: B. Zimmermann)
Der "Matrosenchor" in einer Bearbeitung
für großes Harmonie-Ensemble


Exodus
Ernest Gold (arr.: Alfred Reed)
Ein Schiffsdrama im Jahre 1947 führte zur Gründung des Staates Israel
Höhepunkte aus der Oscarprämierten Filmmusik


Titanic
Stephan Jaeggi
Der Untergang der Titanic - die größte Schiffskatastrophe im Jahr 1912,
ein musikalisches Drama für großes Blasorchester


Of sailors and whales
Francis W. McBeth
Musikalische Schilderung von Melville´s Roman "Moby Dick"
für Sprecher und sinfonisches Blasorchester

(1) Ismael geht wieder zur See
(2) Pfarrer Mapple geht an Bord
(3) Kapitän Ahab - der Teufel an Bord
(4) Moby Dick - die Jagd nach dem weißen Wal




2. Teil:  Mit Piraten in die Karibik - Seefahrerromantik pur !

Fluch der Karibik
Klaus Badelt (arr.: Ted Ricketts)
Der Fluch der Black Pearl
Höhepunkte aus dem Piratenfilm des Jahres 2003


Santa Cruz
Jef Penders
Siesta in einem verschlafenen Piratennest


The drunken sailor
Duncan Stubbs
Eine Sauftour durch alle Register eines Orchesterschiffes


Under the Sea
Alan Menken (arr.: Will Rapp)
Filmmusik aus "Arielle - die kleine Meerjungfrau"
in einer besonderen Version für Percussionensemble


St. Maarten
Kees Vlak
Wildes Treiben auf der Pirateninsel St. Maarten,
eine rhythmische Fiesta mitten in der Karibik






3. Teil:  Zugaben

The Chair - men of the bored
David Punto
Bodypercussion-Zugabe


Mexikanischer Feuertanz
Franz Hauck



Anker gelichtet
Miles/Zimmermann (arr.: T.Reinau)



Gruß an Kiel
E. Spohr





 

Konzertbericht

Gefährliche Abenteuer auf hoher See – Musikverein Stettfeld lud zu einer musikalischen Kreuzfahrt

Musik erlebbar machen und das gesamte Klangspektrum eines sinfonischen Blasorchesters zeigen. Dies gelang dem Musikverein Stettfeld einmal mehr in eindrucksvoller Weise. Unter dem Motto „Von Schiffen, Seefahrern und Piraten – Gefährliche Abenteuer auf hoher See“ nahm das mit 68 Musikerinnen und Musikern besetzte Orchesterschiff unter Kapitän Bernhard Zimmermann das Publikum beim Jahreskonzert 2005 mit auf eine Seereise der besonderen Art. Das hochattraktive Reiseprogramm zog knapp 600 Zuhörer an, die das Orchester und seinen Leiter mit wahren Begeisterungsstürmen feierten und mit stehenden Ovationen mehrere Zugaben erklatschten.

Geboten wurde Richard Wagners „Fliegender Holländer“ in einer Bearbeitung für 12köpfiges Harmonieensemble genauso wie die oscarprämierte Musik zum Film „Exodus“. Und obwohl die Zuhörer durch die Ansagen des Dirigenten informativ und humorvoll auf das Kommende vorbereitet wurden, bot der Untergang der Titanic Spannung pur. 17 Szenen umfasste Stephan Jaeggis Version für großes Blasorchester, mit der die Stettfelder Musiker ihr Publikum diese größte Schiffskatastrophe aller Zeiten regelrecht miterleben ließen. So sehr, dass nach dem Verklingen des letzten Tones, mit dem die Titanic versank, zunächst absolute Stille im Saal herrschte, bevor der begeisterte Applaus einsetzte. Doch den Zuhörer blieb kaum Zeit zur Erholung, denn schon stand mit der Jagd auf Moby Dick das nächste Abenteuer bevor. „Dies ist eine Musik, die Sie so schnell nicht vergessen werden – die Meeresgischt wird Ihnen ins Gesicht spritzen!“ So warnte Dirigent Zimmermann das Auditorium vor der musikalischen Umsetzung des Romans durch Francis W. McBeth. Nach anfänglich leisen, die Tragödie der Jagd aber schon ankündigenden Klängen folgte ein gewaltiger Orchesterausbruch als Symbol für die Größe des Schiffes, mit dem Kapitän Ahab zum letzten Mal den Weißen Wal jagen und töten wollte. Sprecher Toni Bergsch erzählte als junger Seemann Ishmael ergreifend von dem rachsüchtigen Kapitän, dessen Wahnsinn das Orchester mit schrillen Tönen und wuchtig erscheinenden Blechbläsern in einer bedrückenden Atmosphäre darstellte.

Nach diesen überaus dramatischen Erlebnissen ging es nach der Pause weiter mit Seefahrerromantik pur. Während die Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ noch an Piratenkämpfe denken ließ, verhalf „Santa Cruz“ mit Meeresrauschen zur verdienten Verschnaufpause. Doch gleich darauf ging es weiter mit „The drunken sailor“ in der Bearbeitung von Duncan Stubbs, der den Seemann „... eine immer intensiver werdende Sauftour durch die verschiedenen Register des Orchesters“ machen lässt – bis hin zu „lallenden“ Posaunen. Bevor sich das Programm dem Finale näherte, wurden vom ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Gegenheimer fünf Musiker auf die Bühne gebeten, die zusammen auf 260 Jahre aktives Musizieren zurückblicken konnten. Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden vom Präsidenten des Blasmusikverbandes Karlsruhe Michael Weber mit der großen goldenen Ehrennadel geehrt: Helmut Bürk, Heinz Woll, Herrmann Hochadel und Richard Herzog. Theobald Stegmaier wurde für seine 60jährige aktive Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold mit Diamanten ausgezeichnet, und da er gleichzeitig aus der aktiven Musikvereinsszene ausschied, wurde er mit stehenden Ovationen verabschiedet.

Im Anschluss daran entführte das Percussionensemble mit einem umfangreichen Instrumentarium musikalisch in die Welt von Arielle, der kleinen Meerjungfrau. Eine besondere Überraschung boten die Schlagzeuger als Original Stettfelder Piratengruppe mit ihrer Bodypercussion-Darbietung, die selbst vor Gesang und Tanz nicht Halt machte. Das offizielle Programm endete mit karibischen Klängen und wilden Rhythmen auf blechernen Ölfässern und zauberte damit tropisches Urlaubsfeeling in die Halle. Als Zugaben erklangen ein mitreißender Piratentanz sowie zwei Märsche – natürlich im nautischen Stil –  und beendeten damit einen Konzertabend allerhöchster Güte. Zuvor dankte Vorsitzender Karl-Heinz Gegenheimer allen, die an der Organisation und Durchführung des Konzertes beteiligt waren, darunter besonders dem engagierten Dirigenten Bernhard Zimmermann, dem es immer wieder gelingt, das Orchester mit einem publikumswirksamen Themenkonzert zu Höchstleistungen zu motivieren. (BNN/PSP & BZ)



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