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Konzerte des

Musikverein Stettfeld e.V.


Jahreskonzert 2002

„Musik der Träume und Illusionen“



am Sonntag, den 12. Januar 2003
in der Mehrzweckhalle Stettfeld
Konzertbeginn: 18.00 Uhr
Einlass: 17.00 Uhr
Musikalische Leitung: Bernhard Zimmermann

Programm:
Teil 1 - Sinfonische Träume - traumhafte Klanggemälde
Teil 2 - Von der Orchesterillusion zum Freiheitstraum

Weitergehende Informationen:
Rolf Rudin
Der Traum des Oenghus
Carl Michael Ziehrer (1843 - 1922)
„Der Traum eines österreichischen Reservisten“

Bericht:
Bericht vom Konzert


Sinfonische Träume - traumhafte Klanggemälde

Irish Tune from County Derry
Percy A. Grainger
Ein irischer Traum von Frieden und Freiheit


Der Traum des Oenghus op. 37
Rolf Rudin
Poem nach einer Sage von der „Grünen Insel“


Der Traum eines österreichischen Reservisten
Carl Michael Ziehrer
Großes militärisches Tongemälde
in einer Neubearbeitung für sinfonisches Blasorchester von Prof. Siegfried Somma


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Von der Orchesterillusion zum Freiheitstraum

Crescendo
Klaus Peter Bruchmann
Ein kleines Solo entwickelt sich zur großen Orchesterillusion


Orpheus can´t Can Can
Jaques Offenbach arr. Michael Brand
Ein Operettentraum auf Abwegen


Hornfestival
Kurt Gäble
Ein moderner Traum für 5 Waldhörner und Orchester


Erinnerung an Zirkus Renz
Gustav Peter arr.: E. Gruner
Träume unter der Zirkuskuppel - Solo für Xylophon, Marimbaphon und kleines Blasorchester


Dry your tears, Afrika
John Williams arr.: Paul Lavender
Der Traum von Frieden und Gleichheit - Filmmusik aus dem Sklavenepos „Amistad“ für Chor und Blasorchester


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Rolf Rudin

Rolf Rudin wurde am 9. Dezember 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte dort sowie in Würzburg Schulmusik, Komposition, Dirigieren und Musiktheorie. Nach Erhalt der Diplome in den Fächern Komposition und Dirigieren lebt er als freischaffender Komponist und unterrichtet seit 1993 Musiktheorie an der Frankfurter Musikhochschule. Etliche seiner Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerke wurden auf deutschen und internationalen Wettbewerben prämiert. Neben seinem schon umfangreichen Schaffen für nahezu alle musikalischen Gattungen widmet sich Rolf Rudin seit 1989 auch der Komposition für Sinfonisches Blasorchester. In seiner ersten Sinfonie verwirklichte er bisher am extremsten und kompromisslosesten eine zeitgenössische Klangsprache für sinfonisches Blasorchester. Danach entstand das Poem „Der Traum des Oenghus“ op. 37, das er im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusik-verbände komponierte. Dieses Werk wurde 1994 in Trossingen uraufgeführt und als Oberstufen-Pflichtstück für die Wertungsspiele beim Deutschen Bundesmusikfest in Münster/Westfalen nominiert.
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Der Traum des Oenghus

Das musikalische Poem „Der Traum des Oenghus“ bezieht sich auf die gleichnamige irische Sage. In dieser Sage erscheint dem Königssohn Oenghus nachts im Schlaf ein flöten-spielendes Mädchen, in das er sich verliebt. Da dieses aber immer wieder verschwindet, bleibt es zunächst für ihn unerreichbar, so dass er lange nach ihm suchen lässt, bis er schließlich zu ihm findet.
Diese Komposition für sinfonisches Blasorchester setzt weitgehend die zu Beginn der Sage stehende Traumvision in Klanglichkeit um. Gerade die Atmosphäre des Traumhaften und auch des Unerreichbaren war Anregung zur Komposi-tion einer zart-dunklen Traumwelt: Geräuschklänge am Anfang, ein glockenartiges Motiv und eine pendelnde, in sich schwebende Klangfläche verleihen dem Stück seinen nächtlich-geheimnisvollen Charakter. Daran anschließend entsteht durch eine mehrmalige Wiederholung eines mysteriösen Gesanges in sich immer steigernder Instrumen-tation und Dynamik ein großer, scheinbar nicht abbrechender Bogen, der wie in einer traumhaften Vorahnung die räumliche und auch zeitliche Länge der Suche nach dem Mädchen zu symbolisieren vermag.
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Carl Michael Ziehrer (1843 - 1922)

Carl Michael Ziehrer war der letzte namhafte Repräsentant der Wiener Tanzmusik im klassischen Zeitalter des Walzers. Ziehrer wurde als Komponist bald bekannt und seine Musik konnte sich an Beliebtheit mit den populären Strauß-Kompositionen messen. Von 1855 bis 1893 war er Kapell-meister des Hoch- und Deutschmeister-Regimentes. 1908 wurde er zum k.u.k. Hofball-Musikdirektor ernannt. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen wurden ihm zuteil. Obwohl Ehrenbürger der Stadt Wien musste er doch seine letzten Lebensjahre unter mehr als bescheidenen Verhältnissen verbringen. Er hat fast 600 Werke (Walzer, Polkas, Märsche) geschaffen.
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„Der Traum eines österreichischen Reservisten“

Mit dem Motiv „Mondaufgang“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai führt uns Ziehrer durch eine wechselvolle, Lust und Leid des Militärlebens widerspiegelnde Welt, indem er eigenes und verwandtes Melodiengut, Volks- und Soldatenlieder, Marsch- und Tanzmusik, Klänge des militärischen Alltags und Klänge soldatischer Weihe in dramatisierter Steigerung aneinander reiht.
Über die Entstehung dieses Tongemäldes erzählt Ziehrer später: „Mit Potpourris, die ich aus den berühmtesten Wiener Liedern zusammenstellte, hatte ich so große Erfolge, dass ich dieses Genre speziell für meine populären Konzerte pflegte. So kam mir auch die Idee zum „Traum des Reservisten“. Die textliche Grundlage zu den verschiedenen musikalischen Phasen des Tongemäldes habe ich selbst verfasst und dasselbe an einem Silvesterabend (1890) beim Stalehner mit meinen Deutschmeistern aufgeführt. Wie in einer Kirche lauschte die Menge bei der Aufführung, brach aber bei den patriotischen Stellen um so mehr in frenetischen Jubel aus. Und nachdem ich geendet ein brausender Applaus, wie ich ihn noch selten in meinem Leben gehört habe. Oft und oft habe ich den „Traum des Reservisten“ dann noch gespielt und er hat seinen Weg durch die ganze Welt gemacht. Die größte Ehrung wurde mir aber zuteil, als ich ihn einst Seiner Majestät, unserem unvergesslichen Kronprinzen und den Mitgliedern unseres Herrscherhauses vorführen durfte. Die huldvollen Worte unseres geliebten Kaisers, die er da an mich richtete, werden mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben.“

Inhalt des Werkes:
  • Es ist Abend.
  • Der Reservist arbeitet in der Schmiede.
  • Eine wandernde Zigeunermusik kommt vor die Schmiede und lässt ihre ungarischen Weisen ertönen.
  • Eine heimkehrende Jagdgesellschaft zieht vorüber.
  • Man hört das Geklapper der nahen Mühle.
  • Die Landpost fährt vorüber.
  • Kühe und Schafe kommen von der Weide nach Hause.
  • Von der Dorfkirche hört man das „Ave Maria“ - Läuten.
  • Der Reservist macht Feierabend und schließt sich einem vorübergehenden Hochzeitszug an, mit welchem er in die Schenke zieht.
  • In der Schenke wird lustig gezecht und getanzt.
  • Ein herannahender Gewittersturm unterbricht dieses fröhliche Fest. Es fängt zu regnen an, unter Donner und Blitz eilt alles nach Hause.
  • In der Familie des Reservisten wird das Abendgebet verrichtet, alles begibt sich zur Ruhe. Man hört noch das Pfeifen des Sturmes, die Schwarzwalduhr schlägt zwölf.
  • Der Reservist versinkt in Schlaff und fängt an zu träumen, dass er zu seinem Regiment nach Wien einberufen wird.
  • Er träumt, dass er mit der Eisenbahn nach Wien fährt.
  • Tagwache in der Kaserne.
  • Gebet vor dem Ausmarsch.
  • Ausmarsch zum Manöver.
  • Manöver-Szenen: Horn- und Trompetensignale, Gefechtsszenen, Gewehrsalven, Kanonendonner, Sturmangriff, Feuereinstellen, Sammeln.
  • Abmarsch nach Hause.
  • Volkshymne.
  • Abmarsch zur Feldmesse.
  • Messlied.
  • Aufstellung zur Defilierung - Defilierung:
  • Ein polnisches Regiment.
  • Ein steirisches Regiment.
  • Ein ungarisches Regiment.
  • Ein böhmisches Regiment.
  • Tiroler Kaiserjäger Regiment.
  • Deutschmeister Regiment.
  • Kavallerie und Artillerie. Nach der Parade eilt der Reser-vist in den Prater und hört sich ein Militärkonzert an. Konzertvorträge:
  • „Weana Madeln“, Walzer von C.M. Ziehrer
  • „A Weana nach´n alt´n Schlag“, Lied von Sioly
  • „Hoch und nieder“, Marsch von C.M. Ziehrer.
  • Man hört aus der Kaserne den Zapfenstreich blasen, der Reservist eilt in die Kaserne und begibt sich zur Ruhe.
  • Der Reservist wird plötzlich von seinem jüngsten Sprössling aus dem Schlaf geweckt.
  • Mit Vogelgezwitscher bricht der Morgen an.
  • Der Reservist begibt sich zur Arbeit in die Schmiede und hämmert lustig drauf los, froh, dass alles nur ein Traum war.
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