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Konzerte des

Musikverein Stettfeld e.V.


Der Musikverein Stettfeld und seine
3 Tenöre präsentieren zum
100. Todestag von Giuseppe Verdi:

Bella Musica - eine italienische Nacht



am Sonntag, den 13. Januar 2002
in der Mehrzweckhalle Stettfeld
Konzertbeginn: 18.00 Uhr
Einlass: 17.00 Uhr
Musikalische Leitung: Bernhard Zimmermann

Programm:
Teil 1 - Italienische Meisterwerke
Teil 2 - Musica und Dolce Vita

Weitergehende Informationen:
Verdi und seine Werke
Aida
Verdi - ein italienischer Patriot
Verdi und die Blasmusik
Sergio Parisini: Gaius Julius Caesar

Bilder:
Bilder vom Konzert

Italienische Meisterwerke

Celere
Giovanni Orsomando
Italienische „Geschwind“- Ouvertüre


Die Macht des Schicksals
Giuseppe Verdi arr. Piet Stalmeier
Ouvertüre zur Oper „La Forza del destino“


Largo al factotum
Gioacchino Rossini arr. Gerhard Baumann
Kavatine des Figaro aus „Der Barbier von Sevilla“ für Solo-Bariton und Orchester


Gaius Julius Caesar
Sergio Parisini
Caesars Leben in einem musikalischen Drama für Sprecher und sinfonisches Blasorchester
1. Gaius Julius Caesar - Denker und Feldherr
2. Die Römische Legion
3. Cleopatra in Ägypten
4. Caesars Triumpf und seine Ermordung


Aida
Giuseppe Verdi arr. Franco Cesarini
Großes Finale aus dem 2. Akt der Oper „Aida“


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Musica und Dolce Vita

Rossinis Birthday Party
Henk van Lijnschooten
Rossinis Meisterwerke einmal ganz anders!


Brindisi
Giuseppe Verdi arr. Geoffrey Brand
Trinklied aus der Oper „La Traviata“ für Soloklarinette, Solohorn und Orchester


Katzen - Duett
Gioacchino Rossini arr. Udo Lüdeking
Solo für 2 Samtpfoten, 2 Trompeten und großes Orchester


Wilhelm Tell Ouvertüre
Gioacchino Rossini arr. Murray Houllif
Rossinis Klassiker bearbeitet für Percussionensemble


Nessun Dorma
Giacomo Puccini arr. Bernhard Zimmermann
Arie des Kalaf aus „Turandot“ - Solo für 3 Tenöre und Blasorchester


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Verdi und seine Werke

Die Ouvertüre von „Die Macht des Schicksals“ erscheint auf den ersten Blick als eine reine Zusammensetzung aus den Hauptthemen der Oper. Der formale Zusammenhalt aber, den die beiden Hauptthemen (das „Schicksals“-Thema und Leonores Gebet) dem Stück verleihen, haben es zu einer der schönsten, ausdrucksstärksten und auch schwierigsten Konzertouvertüren der Musikgeschichte gemacht. Die Heldin dieser Oper, Leonora, muss mit ansehen, wie ihr Vater aus Versehen von ihrem Geliebten, Don Alvaro, getötet wird. Carlo, Leonores Bruder, schwört Rache. Das Schicksal führt Carlo und Don Alvaro als Offiziere in einem Armeekorps zusammen. Als Carlo Alvaro entdeckt, kommt es zum Kampf zwischen den beiden. Carlo trägt dabei so schwere Verletzungen davon, dass er im Sterben liegt. Leonora lebt als Einsiedlerin voller Verzweiflung in einer Höhle und beklagt ihr Schicksal. Als Alvaro erscheint und ihr mitteilt, dass er soeben ihren Bruder schwer verwundet habe, eilt sie zu diesem, der sie vor seinem Tode noch ersticht. Alvaro verflucht Gott und die Menschheit und begeht Selbstmord.
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Aida

Aida ist eines der schönsten Beispiele aus Verdis Phase künstlerischer Reife. Die Charaktere dieser Oper sind mit großem psychologischem Einfühlungs-vermögen ausgearbeitet. Auffallend ist die Fähigkeit des Komponisten, ohne Brüche von groß angelegten Massenszenen zur intimen Einsamkeit der Hauptfiguren überzuwechseln. Kaum wahrnehmbar und doch ständig präsent ist dabei ein gewisser exotischer Einschlag. Das unvergleichliche Finale des zweiten Aktes beweist auf die schönste Weise, wie anspruchs-volle Musik zum Ausdrucksmittel für das große Konzertpublikum werden kann.
Aida handelt von Liebe, Krieg und Verrat. Im Zentrum steht die Liebe zwischen Prinzessin Aida, Sklavin im Palast von Memphis, und dem ägyp-tischen Feldherrn Radames, der gegen die Armee ihres Vaters in den Krieg zieht. Aida und Radames werden jedoch auch von der Macht ihres Schicksals ergriffen, ihre Liebe erfüllt sich erst im gemeinsamen Tod.
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Verdi - ein italienischer Patriot

In Italien hatte die Oper von jeher einen besonderen Stellenwert. In ihr zeigt sich die Vorliebe der Italiener für emotionale Musik am deutlichsten. Der wohl bekannteste italienische Opernkomponist ist Giuseppe Verdi (1813-1901), mit dessen leidenschaftlichen Werken sich die nationale italienische Einigungsbewegung des 19. Jahrhunderts identifizierte. Verdi, als Sohn eines Schankwirtes in der Nähe von Parma geboren, hegte von früh an große Sympathien für die italienische Einigungsbewegung. Seit der Uraufführung seiner Oper „Nabucco“ 1842 galt er allgemein als Anhänger der italienischen Sache, nachdem der Chor der gefangenen Hebräer das Publikum zu Freiheitsbekundungen hingerissen hatte. Von da an hatte auch die öste-rreichische Zensur ein wachsames Auge auf den italienischen Komponisten, denn gerade seine frühen Opern hatten immer wieder den Freiheitskampf eines unterdrückten Volkes zum Inhalt. 1859 überschlugen sich die politischen Ereignisse, als italienische Truppen die Österreicher aus Oberitalien vertrieben. 1860 wurde das erste italienische Parlament in Turin einberufen. Giuseppe Verdi zog als einer der ersten Abgeordneten in dieses Parlament ein. Nach Ausrufung des Königreichs Italien gab es für Verdis Opern keine Zensur mehr. Verdi galt als Nationalheld des Landes, seine Musik wurde allerorts gefeiert. Mit zunehmendem Alter komponierte Verdi immer weniger, dafür aber nur noch gewichtige Werke wie „Aida“. Als Verdi 1901 in Mailand starb, trauerte ganz Italien um seinen großen Komponisten. Dem Trauerzug bei der Beerdigung in Mailand folgten 200.000 Menschen.
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Verdi und die Blasmusik

So wie es in Frankreich Mode war, dass jede Oper ein Ballett hatte, so hatte jede Oper in Italien eine Banda, also ein Blasorchester. Eine Banda hinter der Bühne erweitert akustisch den Bühnenraum und der Zuhörer erlebt etwas, das nicht dargestellt ist, zum Beispiel einen Ball in „Rigoletto“ oder eine Hinrichtung in „Nabucco“. Eine Banda auf der Bühne unterstreicht und erhöht sichtbare Ereignisse wie zum Beispiel Siegesfeiern in „Aida“ und Empfänge von Herrschern in „Nabucco“. Bei Verdi erlebte diese Mode einen künstlerischen Höhepunkt. Durch den Einsatz der neu entwickelten Saxophone erzeugte Verdi neue Klänge. Verdi setzte die Banda mitten ins Operngeschehen, so dass die Banda mit ihrer Blasmusik das künstlerische Geschehen entscheidend mitprägte. Durch den Einsatz der Blasmusik in der italienischen Oper, der noch bis Puccinis „Turandot“ andauerte, hat Verdi dazu beigetragen, die Blasmusik mit künstlerischen Ansprüchen zu versehen. Mit dem Jahreskonzert 2001, bei dem Verdis wichtigste Werke ganz in blasmusikalischem Gewande erklingen, erinnert der Musikverein Stettfeld an Verdis Leistungen und zollt diesem großen Komponisten seinen Respekt.
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Sergio Parisini: Gaius Julius Caesar

Was wäre Italien ohne seine römische Geschichte?
Sogar Stettfeld ist von römischen Spuren geprägt. Besonderer Höhepunkt des Jahreskonzertes ist die sinfonische Dichtung Gaius Julius Caesar. Verschiedene Szenen aus Caesars Leben bilden die Grundlage für diese außergewöhnliche Musik für Sprecher und Blasorchester in vier Sätzen:

Gaius Julius Caesar - Denker und Feldherr
Caesars Schicksal wird eingangs in einem gregorianischen Thema aufgezeigt. In diesem Thema zeigt sich der Denker, der kalku-lierende, nach Macht strebende Staatsmann. Rhythmisch markante Blechbläser offenbaren den Feldherrn, den Militärstrategen. Soloflöte und Waldhorn beruhigen die Szene und stehen für Caesars innere Zerrissenheit. Disharmonische Klänge am Ende des Satzes künden vom unheilvollen Ende Caesars.

Die Römische Legion
Die Verflechtung aus Holz, Blech und Schlagzeug auf der Grundlage ausgeprägter Rhythmen kennzeichnet das Legionsthema, das in einen imposanten Orchesterklang mündet. Mit wuchtigen, hämmernden Paukenschlägen setzt sich die Legion in Bewegung. Spitze, stechende Holzklänge überlagern die markanten Blechbläser. Sich überschlagende Pauken und nervenaufreibende Hornstöße münden in ein dramatisches Finale.

Cleopatra in Ägypten
Mit sinnlichen, betörenden Holzklängen versucht Cleopatra, Caesar zu bezirzen. Militärische Blecheinsätze zeigen, wie Caesar gegen das weibliche Verlangen ankämpft. Doch vergeblich. Waldhorn und Holzbläser stehen für Cleopatras Sinnlichkeit. Bei weiteren Blech-klängen sucht Caesar die Oberhand. Aggressive Hornklänge übernehmen das Zepter. Cleopatra umschlingt Caesar und treibt ihn seinem dramatischen Ende entgegen.

Caesars Triumph und seine Ermordung
Caesar steht vor den Toren Roms. Das Choralthema des ersten Satzes und militärische Blechklänge zeigen noch einmal seine innere Zerrissenheit. Seine Machtgier treibt ihn nach vorn und mit den Klängen eines ägyptischen Triumphzuges zieht er in Rom ein. Doch dort empfängt ihn erneut sein Schicksalsthema. Eine gedämpfte Trompete und zerstückelte Holzbewegungen geben Caesar eine letzte Warnung. Vergeblich. Ein letztes Mal erklingt das Schick-salsthema im vollen Orchester. Mit furchtbaren Orchesterstößen wird Caesar ermordet. Wirre Läufe und grelle Klänge zeigen das Chaos, das mit Caesars Tod in Rom eintritt. Mit einem letzten Orchester-schlag endet eine plastische und dramatische Musik.
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Konzerte